COMPANIES ACT 2006

Der COMPANIES ACT 2006 ist die Neufassung des britischen Gesellschaftsrechts. Er ist die wesentlichste Schaffung von Rechtsnormen für Gesellschaften - seit 1948.

Der COMPANIES ACT 2006 gliedert sich in 47 Haupt- und 1300 Unterabschnitte und kann auf der Website von Office of Public Sector Information (OPSI) im Original gelesen werden.

In Kraft getreten ist das Rechtswerk schrittweise vom Januar 2007 bis zum 1. Oktober 2009. Das vormals gültige Gesetz, der COMPANIES ACT 1985 & 1989, wurde fast vollständig abgelöst. Beispielsweise wurde die "Tabelle der Regelungen" (Table A) durch die Model Articles ersetzt und Companies House hat völlig neue Formulare eingeführt.

Zu den bedeutenden Änderungen für die "Private Company by Shares" gehören:

  • Mindestens ein Director muss eine natürliche Person sein, weitere Directors können weiterhin juristische Personen sein
  • Company Secretary - die Ernennung ist nun freiwillig
  • Schriftliche Beschlüsse der Aktionäre - das Erfordernis der Einstimmigkeit in den Gesellschafterbeschlüssen wurde abgeschafft. Eine einfache Mehrheit reicht für ordentliche Beschlüsse und ¾ Mehrheit für Sonderbeschlüsse aus
  • Abschaffung von Hauptversammlungen - Private Companies sind nicht mehr verpflichtet, die Jahreshauptversammlungen abzuhalten
  • Kurzfristige Versammlungen - Private Companies können kurzfristig Sitzungen einberufen, wenn die Inhaber von 90% des Nominalwerts der stimmberechtigten Aktien ihre Zustimmung erteilen
  • Kapitalherabsetzung - Private Companies können ihr Grundkapital reduzieren, ohne dass ein Gerichtsbeschluss vorliegen muss
  • Die Frist für die Veröffentlichung des Rechnungsabschlusses wurde von 10 Monaten auf 9 Monate ab Ende des Geschäftsjahres reduziert