Privatinsolvenz in England (Bankruptcy)

Kann man bei Verfahrenseröffnung noch als Director tätig sein?

Hat man Privatinsolvenz (Personal Bankruptcy) in England und Wales beantragt, darf man anders als in Deutschland, ab dem Datum der Verfahrenseröffnung nicht als Director eines Unternehmens auftreten.

Liegt aber die ausdrückliche Genehmigung des englischen Insolvenzverwalters vor, dann ja!

Generell gibt es von Seiten des Insolvenzgerichts folgende Beschränkungen:

  • sich mehr als 500 Pfund zu leihen, ohne dem Verleiher zu sagen das man sich in Privatinsolvenz befindet
  • als Director einer Gesellschaft zu handeln
  • Gründung, Verwaltung, oder Förderung einer Gesellschaft ohne die Zustimmung des Insolvenzgerichts
  • Ausübung eines Geschäfts – mit einem anderen Namen – ohne den Personen, mit denen man Geschäfte macht, zu erzählen das man sich in Privatinsolvenz befindet
  • Ausübung der Tätigkeit als Insolvenzverwalter

Die Beschränkungen dauern in der Regel 12 Monate und beginnen mit dem Datum der gerichtlichen Verfahrenseröffnung.

Hinweis 1
Privatinsolvenz im Vereinigten Königreich hat nicht nur ein einziges Gesetz als Rechtsgrundlage. Es existieren Rechtssysteme für England und Wales, Nordirland und Schottland.
Hinweis 2
Privatinsolvenz in England und Wales wird durch den Teil IX des Insolvency Act 1986 und durch die Insolvency Rules 1986 geregelt. Der Begriff Bankruptcy gilt nur für Personen, nicht für Gesellschaften.