BREXIT - United Kingdom verlässt die EU

Risiko für Limited und LLP?

Ausblick auf die Situation nach dem Referendum vom 23 Juni 2016.

Konsequenzen durch den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, für Limited und LLP Gesellschaften, beziehen sich nach aktuellem Stand ausschließlich auf den zu erwartenden Verlust der europäischen Niederlassungsfreiheit.

Eingetragene Zweigniederlassungen

Im deutschen Handelsregister (und allen anderen europäischen Registern) eingetragene Niederlassungen der britischen Limited und LLP behalten ihre Rechtsfähigkeit.

Zitat

Für die fortdauernde Anerkennung bereits existierender Limiteds spricht, dass es zu den Grundprinzipien unserer Rechtsordnung gehört, dass die Wirksamkeit von einmal getätigten Dispositionen und Rechtshandlungen – hier also die Etablierung einer Limited in Deutschland – nicht durch eine Änderung der Rechtslage wieder entzogen werden darf.

Quelle: GmbHR Heft 9/2016, Autor: Bode/Bron: Brexit als Risiko für die Limited und LLP?

Neugründung nach EU-Austritt?

Im Falle des vollzogenen Austritts aus der Europäischen Union können britische Gesellschaften nach aktueller Rechtslage nicht mehr den Vorzug der europäischen Niederlassungsfreiheit nutzen. Dadurch würde die Möglichkeit eine Niederlassung in das Handelsregister eines anderen EU-Mitgliedslandes einzutragen entfallen.

Da aber in London und Brüssel die gegenseitige Anerkennung von nach jeweiligem Recht gegründeten Unternehmen keinesfalls infragegestellt werden soll wird dies im Rahmen der Austrittsvereinbarungen zu regeln sein.

Ab wann ist der Austritt aus der EU rechtskräftig?

Fristbeginn für den Ausstieg ist das Posteingangsdatum der Austrittserklärung in Brüssel. Von da an läuft die im EU-Vertrag 2009 festgelegte Zeitspanne von zwei Jahren für die Austrittsverhandlungen. Eine Fristverlängerung ist möglich. Mit Beginn der Ratifizierung des Ausstiegsdokuments durch die einzelnen Mitgliedsstaaten ist das Vereinigte Königreich definitiv raus aus der EU.

Juni 2016